Zwei interaktive Online-Workshop-Tage à ca. 3,5 Stunden. Drei Präsentationen – Kleinkindalter (1–3), Vorschulalter (3–6) und sozio-emotionale Entwicklung – zu einem durchgehenden roten Faden verwoben: von der Co-Regulation zur Selbstregulation.
Statt drei Themen nacheinander abzuhaken, bildet die sozio-emotionale Entwicklung die übergreifende Klammer. Die beiden alterspezifischen Decks werden als Tiefenbohrungen entlang der Altersachse eingehängt – jeder Baustein dockt an den nächsten an.
Emotionsmodell (Grund- vs. komplexe Gefühle), Autonomiephase, Wunsch vs. Wirklichkeit, Werkzeugkoffer & pädagogische Grundhaltung.
Beobachtung & Beobachterfehler, Motorik/Sprache mit Meilen- & Grenzsteinen, Piaget, Ich-Bewusstsein, Erikson-Autonomie, Neurobiologie des Wutanfalls, Co-Regulation.
Präoperationales Denken & Invarianz, Spiel & Theory of Mind, Erikson-Initiative, Impulskontrolle/Marshmallow, Grenzstein-Diagnostik, Schulfähigkeit.
Jeder Block nennt Inhalt, Quelle (Farb-Badge), die interaktive Methode und das Online-Tool. Zeiten sind relativ zum Start (0:00).
Kurze Ankommens-Meditation (Kamera/Mikro aus). Ziele des Tages. Einführung des Leitmodells Co-Regulation → gemeinsam regulieren → Selbstregulation und der 4 Kompetenzbereiche (Wahrnehmen · Verstehen · Ausdrücken · Beziehungen).
Welche Gefühle sind von Geburt an da – und welche brauchen ein Ich, ein Du und Regeln? Grundemotionen & ihre Schutzfunktion, komplexe (selbstbewusste) Emotionen, kultureller Einfluss („Sei nicht traurig“, „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“).
Wahrnehmungsfilter nach Flender & Wolf: Halo-, Rosenthal-Effekt, Projektion, logischer Fehler, Milde/Strenge, Konsistenz. Beobachtung vs. Interpretation. Einführung des Prinzips Meilenstein (M) = Durchschnitt · Grenzstein (G) = Handlungsauftrag.
Grob-/Feinmotorik & Sprache mit M&G-Werten. Piaget Substufen 5 & 6 (der kleine Wissenschaftler → mentale Kombination, Streichholzschachtel). Ich-Bewusstsein & Rouge-Test. Freuds anale Phase als Autonomie-/Machtthema (kompakt, entdramatisiert).
Die zentrale Nahtstelle. „Ich! Selber! Nein!“ (C) trifft auf Erikson Stufe 2 Autonomie vs. Scham & Zweifel (A). Neurobiologie des Wutanfalls: hochaktive Amygdala, unreifer präfrontaler Kortex → das Kind kann sich nicht allein beruhigen. Die 4 Schritte der Co-Regulation (Selbstregulation der Fachkraft → Präsenz → spiegeln → Reizreduktion).
Empathie-Entstehung (Gefühlsansteckung → egozentrisches Trösten → differenziertes Trösten). Spielformen: Zuschauen → Parallelspiel → assoziatives Spiel/erste Freundschaften. Sozial-emotionale M&G-Werte.
Sicherung: M&G als Handlungsauftrag, Piaget/Erikson eingeordnet, Co-Regulation als neurobiologische Notwendigkeit. Brücke zu Tag 2: „Was passiert, wenn aus dem Kleinkind ein Vorschulkind wird?“
Kurze Meditation. Aktivierender Rückblick auf Tag 1 (Co-Regulation, M&G, Autonomie). Ziele Tag 2.
Piagets präoperationales Stadium: magisches Denken, Animismus, Zentrierung, mangelnde Reversibilität. Der Umschüttversuch (Invarianz). Kompakt: Motorik/Grafomotorik (Kopffüßler) & Sprache/phonologische Bewusstheit mit M&G – und welche Fehler mit 5 völlig normal sind.
Spielentwicklung nach Parten: Parallel- → assoziatives → kooperatives Spiel. Theory of Mind: andere haben eigene Überzeugungen. Der Sally-Anne-Test & das Verstehen falscher Überzeugungen (False Belief).
Zweite Nahtstelle. Wunsch- vs. Wirklichkeitsdenken (C) – warum die sachliche Erklärung das 3-jährige Kind nicht überzeugt. Regelverständnis ≠ Emotionsregulation. Verbunden mit Erikson Stufe 3 Initiative vs. Schuldgefühl und dem Marshmallow-Test / der PFC-Reifung als Basis der Impulskontrolle.
Der aktivste Block. Zwei Forschungsgruppen recherchieren & präsentieren: Gruppe A – Methoden, um Gefühle wahrzunehmen/zu benennen (Gefühlskarten, -barometer, Bilderbücher, Morgenkreis …). Gruppe B – Strategien bei starken Gefühlen (Co-Regulation, Validierung, ruhige Präsenz, Atem-/Körperregulation, Reizreduktion) je für vor / während / nach der Situation.
Dritte Nahtstelle – der Zusammenführungs-Fall. „Jonas & der gescheiterte Turmbau“ (5 J.) = dasselbe „umgestürzte Bauwerk“ aus Deck C. Im Trio integrieren: Kognition (Animismus) + Sprache (Nebensätze) + gelungene Selbstregulation (tief atmen, neu planen) – der sichtbare Kontrast zum 2-jährigen Wutanfall von Tag 1. Danach: die 4 Säulen der Schulfähigkeit (kein Drill, sondern Fundament).
Die pädagogische Grundhaltung: „Alle Gefühle sind erlaubt – nicht jedes Verhalten.“ Kurzer Ausblick auf 6–18 Jahre (Peergroup, Identität). Abschlussreflexion.